Weisheitszähne Nicht der Weisheit letzter Schluss

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Die medizinisch als „Achter“ bezeichneten hintersten Backenzähne brechen gewöhnlich zwischen dem 16. und dem 20. Lebensjahr durch. In einigen Fällen spriessen diese erst im dritten Lebensjahrzehnt, wenn wir also schon etwas älter und weiser sind. So kamen die Nachzöglinge zu ihrem Namen. Bei manchen Menschen sind die Weisheitszähne nur unvollständig oder gar nicht angelegt. Ob und wann sie sich bemerkbar machen, hängt wie so oft von der genetischen Veranlagung ab.

Warum bekommen wir Weisheitszähne?

Bei Weisheitszähnen handelt es sich vermutlich um Überbleibsel aus der Vorzeit. Die zusätzlichen Backenzähne erwiesen unseren Vorfahren einen wertvollen Dienst, indem sie ihnen halfen, harte und zähe Nahrung zu zerkleinern. Auf diesem Grund waren ihre Kiefer viel länger als unsere und boten somit ausreichend Platz für weitere Kauinstrumente. Unser Kieferangebot reicht hierfür meist nicht mehr aus, weshalb sich die verspäteten Backenzähne oftmals im Kieferknochen verkeilen oder entzünden.

Wann müssen die Weisheitszähne entfernt werden?

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In einigen Fällen finden die Weisheitszähne nicht genügend Platz im Kiefer, weshalb sie die Kauebene bloss zum Teil erreichen können. Brechen sie nur teilweise durch, kann sich über der Zahnkrone eine Schleimhautkappe bilden. Eine derartige Nische ist mit der Zahnbürste nur schwer zu erreichen und stellt einen idealen Nistplatz für Bakterien dar. In diesem Fall spricht der Zahnmediziner von einem retinierten Zahn. Nicht selten führen fortschreitende Entzündungen am Zahnfleisch sogar zum Abbau des Kieferknochens. Hier ist schnelles Handeln gefragt!

Nicht durchgebrochene (impaktierte) Weisheitszähne bergen eine andere Gefahr. Liegen diese verlagert im Kiefer, können sie die Zahnwurzeln der Nachbarzähne schädigen und somit den Zahnerhalt gefährden. Weisheitszähne können zudem für die Bildung von Zysten im Kiefer verantwortlich sein. Auch bei kariös zerstörten Weisheitszähnen stellt die Zahnentfernung häufig die einzige Möglichkeit dar, einer Kieferknochenentzündung vorzubeugen.

1. In welchen Alter empfiehlt sich die Entfernung von Weisheitszähnen?

Unsere Zähne altern mit uns und werden im Laufe der Zeit immer spröder. Aus diesem Grund ist es ratsam, teils durchgebrochene (retinierte) oder im Kieferknochen eingeschlossene (impaktierte) Weisheitszähne schon in jungen Jahren zu entfernen. Der ideale Zeitpunkt für die Zahnentfernung hängt von der individuellen Entwicklung des Kauapparates ab.

2. Was geschieht während der Entfernung von Weisheitszähnen?

Die operative Entfernung von Weisheitszähnen ist für den Oralchirurgen ein Routineeingriff, der in der Regel in Lokalanästhesie erfolgt. Verlagerte oder stark verformte Zähne können eine zusätzliche Teilung des Zahnes (Hemisektion) erforderlich machen. Nach der Zahnentfernung (Extraktion) werden die Wunden bakteriendicht verschlossen. Die Fäden entfernt Ihr Oralchirurg nach etwa zehn Tagen.

3. Was müssen Sie nach der Operation beachten?

Unmittelbar nach dem Eingriff sollten Sie keinesfalls aktiv am Strassenverkehr teilnehmen. Ebenso wenig empfiehlt es sich, sofort mit der Nahrungsaufnahme zu beginnen, da sonst Bissverletzungen drohen. Weiche Kost ist erst erlaubt, sobald die Betäubung ganz nachgelassen hat. Einen Tag nach der Operation sollten Sie zudem auf Kaffee verzichten. Tabu sind auch alkoholische Getränke und Tabakkonsum.

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