Mundschleimhauterkrankungen Mundschutz anders gedacht

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Dass unsere Haut der beste Leibwächter ist, den wir haben können, dürfte vielen bekannt sein. Daher schenken wir unserer schützenden Hülle stets ausreichend Beachtung. Schon bei kleinen Hautveränderungen ist für viele der Gang zum Arzt obligatorisch. Unsere Mundschleimhaut hingegen geniesst ‒ nicht zuletzt aufgrund ihrer verborgenen Lage ‒ weitaus weniger Aufmerksamkeit. Zu Unrecht: Die bindegewebsartige Schutzschicht der Mundhöhle ist eine echte Alleskönnerin. Gleich drei verschiedene Schleimhauttypen sorgen dafür, dass wir schmecken, tasten, Schmerz empfinden und Temperaturunterschiede wahrnehmen können.

Wie ist die Mundschleimhaut aufgebaut?

Das Zahnfleisch und den Gaumen umgibt eine dicke, verhornte Schleimhaut. Ihre raue Struktur schützt sie vor Verletzungen während des Kauvorgangs. Die Beschaffenheit des Gewebes an der Zungenunterseite, am Mundboden und -vorhof sowie an Wagen und Lippen ist hingegen unverhornt und elastisch. Eine gesunde Mundschleimhaut ist rosafarben und dank des schützenden Speichelfilms gut durchfeuchtet.

In einigen Fällen weist sie individuelle anatomische Ausprägungen, wie unabhängige (heterotrope) Talgdrüsen oder weisse Verhornungsstörungen der Schleimhaut, sogenannte Schleimhautnävus, auf. Beide Erscheinungen sind vollkommen harmlos und bedürfen daher keiner Behandlung.

Mundschleimhaut gibt erste Hinweise auf schwerwiegende Erkrankungen

Neben angeborenen und erworbenen Veränderungen kann die Mundschleimhaut sowohl gut- als auch bösartige Veränderungen aufweisen. Der Zustand der Mundschleimhaut kann zudem Auskunft über die allgemeine körperliche Verfassung des Patienten geben und somit auf allgemeine Erkrankungen hinweisen. Sollten Sie in Ihrem Mund plötzlich Flecken, Knötchen oder Bläschen entdecken, wenden Sie sich bitte so schnell wie möglich an Ihren Oralchirurgen.

Welche Therapie ist bei Mundschleimhauterkrankungen angezeigt?

Im Kampf gegen Entzündungen der Mundschleimhaut kommen beispielsweise Medikamente mit Wirkstoffen wie Nystatin zum Einsatz. Meist werden sie lokal angewendet, in schweren Fällen kann auch eine systemische Behandlung in Tablettenform vonnöten sein. In unserer Spezialpraxis für Oralchirurgie nehmen wir Ihre gesamte Mundhöhle in Augenschein, um weitere mögliche Entzündungsherde auszuschliessen.

Bei Geschwülsten jeder Art ist äusserste Vorsicht geboten. Denn harmlos aussehende Gebilde können sich als bösartige Veränderungen entpuppen. Im Frühstadium erkannt, sind diese jedoch gut behandelbar. Eine Gewebeprobe (Biopsie) hilft uns, zuverlässig zu ermitteln, um welche Art der Mundschleimhauterkrankung es sich handelt und ob unmittelbarer Behandlungsbedarf besteht.

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